Papier

Leitfaden für studentische Kunstwerke

Dugout

Name Klasse Datum

John Singer Sargent, Dugout (1918), Metropolitan Museum of Art. Gemeinfrei. Erleben Sie diese Leinwand unter bewegtem Licht: die Zeichnung, die wahre Farbe unter dem Firnis, das reine Pigment

Fakten auf einen Blick

Künstler
John Singer Sargent wahooart.com/de/artists/john-singer-sargent_de/
Lebensdaten des Künstlers
1856 – 1925
Gemalt
1918
Medium
Aquarell
Originalgröße
39 x 53 cm
Bewegung
Impressionism Painters working fast and outdoors to catch how light actually looked at one moment, rather than finishing smoothly in a studio.
Ausgestellt in
Metropolitan Museum of Art wahooart.com/de/museums/metropolitan-museum-of-art-new-york_de/
Artistic style
Landschaftszeichnung
Influences
Sargent, Impression
Notable elements
Wüstenlandschaft, Zelt
Subject
Wüstenszene

Im Kontext

Dugout — John Singer Sargent

Wie groß ist es?

Das Original hat die Maße 39 × 53 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Wann wurde dieses Werk gemalt?

  1. 1850
  2. 1860
  3. 1870
  4. 1880
  5. 1890
  6. 1900
  7. 1910
  8. 1920

Obere Zeile: die Jahre. Untere Zeile: das Alter des Künstlers zu Beginn und am Ende jedes Zeitraums — 0 bei der Geburt, 69 beim Tod.

Gemalt, als der Künstler 62 war. Der Künstler wurde 69 alt. 1086 der 1127 datierten Werke dieses Künstlers in unserem Katalog entstanden früher.

Schattiert: das Lebenswerk von John Singer Sargent (1856–1925) ▲ dieses Werk, 1918 jedes datierte Gemälde, Jahrzehnt für Jahrzehnt

Erste Werke: bis 1884 Hauptwirkungsjahre: 1884–1906 Spätwerke: ab 1906

Diese drei Abschnitte unterteilen die Werke, für die dieser Katalog ein Datum vorweisen kann, in ein erstes Viertel, eine mittlere Hälfte und ein letztes Viertel. Es handelt sich dabei nicht um das vollständige Werk der Künstlerin: Eine dünne Phase kann eher eine Lücke in der Dokumentation als eine ruhigere Zeit darstellen. Dieselbe Zeitspanne, die mit dem Leben des Künstlers verwoben ist

Vergleichen mit

Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

Weitere Werke, die sich ideal als Ergänzung zu diesem Werk eignen: wahooart.com/de/art/similar/john-singer-sargent-dugout-8BWSWK-de/

Farben

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Terrakotta #995944

    Katalogisierte Palette

    • #995944
    • #E5CDC4
    • #CB987E
    • #49201D

    Diese Farben innerhalb der gesamten Palette des Künstlers Andere Gemälde nach Farbe finden

    Palette
    Neutrale Töne Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Bezeichnung der Hauptfarbe
    Terrakotta
    Intensität
    Ausgewogen Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Aussagekraft Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Hohe farbliche Harmonie Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Strahlend Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Mäßig sanfte Sättigung Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Wo auf der Welt wird dieses Gemälde betrachtet?

    • unter 1%
    • 1–3%
    • 3–8%
    • 8–20%
    • 20% und mehr
    Dieses Gemälde allein weist zu wenige registrierte Besucher auf, um eine Karte zu erstellen, daher zeigt die Tafel alle Werke von John Singer Sargent aus den letzten zwölf Monaten – insgesamt 56 Länder. Herkunft dieser Zahlen

    Die zehn führenden Länder

    1. 1 China 55,8%153.200 Besuche
    2. 2 Vereinigte Staaten von Amerika 11,2%30.700 Besuche
    3. 3 Hong Kong 8,8%24.300 Besuche
    4. 4 Singapur 7,6%21.000 Besuche
    5. 5 Frankreich 2,4%6.500 Besuche
    6. 6 Spanien 2,2%6.000 Besuche
    7. 7 Italien 1,5%4.100 Besuche
    8. 8 Rumänien 1,3%3.600 Besuche
    9. 9 Deutschland 1,2%3.400 Besuche
    10. 10 Vereinigtes Königreich 1,2%3.400 Besuche
    11. · 46 weitere Länder 6,8%18.500 Besuche

    Finden Sie die drei dunkelsten Länder auf der Karte. Befindet sich das Museum, das dieses Gemälde beherbergt, in einem dieser Länder? Notieren Sie einen Grund, warum Menschen aus der Ferne es betrachten könnten.

    Die 20 meistgesehenen Werke von John Singer Sargent

    1. 1 Karnation, Lilie, Lilie, Rose, 1885 2,5%8.000 Aufrufe
    2. 2 Boot in den Gewässern von Kapri, 1878 1,6%5.200 Aufrufe
    3. 3 Las Meninas (nach Velázquez), 1879 1,5%4.900 Aufrufe
    4. 4 Die Töchter von Edward Darley Boit, 1882 1,0%3.300 Aufrufe
    5. 5 El Jaleo, 1882 1,0%3.100 Aufrufe
    6. 6 Ein Esstisch in der Nacht (auch bekannt als Mr. und Mrs. Albert Vickers), 1884 0,9%2.900 Aufrufe
    7. 7 Die Wyndham-Schwestern, 1899 0,7%2.100 Aufrufe
    8. 8 Ein nackter Junge am Strand (auch bekannt als Der Junge am Strand), 1878 0,6%2.000 Aufrufe
    9. 9 Nacktes ägyptisches Mädchen, 1891 0,6%1.800 Aufrufe
    10. 10 Lady Agnew von Lochnaw 0,6%1.800 Aufrufe
    11. 11 Dr. Pozzi at Home, 1881 0,5%1.600 Aufrufe
    12. 12 Zwei Mädchen mit Schirmen in Fladbury, 1889 0,5%1.600 Aufrufe
    13. 13 Ägyptische Frau, 1891 0,5%1.600 Aufrufe
    14. 14 Capri (auch bekannt als A Girl of Capri), 1878 0,5%1.500 Aufrufe
    15. 15 Straßen in Venedig, 1882 0,5%1.500 Aufrufe
    16. 16 Christusbildnis, 1897 0,5%1.500 Aufrufe
    17. 17 Claude Monet Gemälde am Waldrand, 1885 0,4%1.400 Aufrufe
    18. 18 Kaschmir, 1908 0,4%1.300 Aufrufe
    19. 19 Robert Louis Stevenson und seine Frau, 1885 0,4%1.300 Aufrufe
    20. 256 Dugout, 1918 dieses Gemälde 0,1%400 Aufrufe

    Zusammen machen diese Werke 15,3% der gesamten Aufmerksamkeit aus, die die Gemälde dieses Künstlers in den letzten zwölf Monaten erhalten haben. Der Katalog enthält 1388 Werke dieses Künstlers, von denen 941 mindestens einmal betrachtet wurden. Dieses Gemälde belegt Platz 256 unter den Werken, mit 0,1% dieser Aufmerksamkeit (400 Besuche). Dies gilt Monat für Monat gleichermaßen

    Die Balken messen die Aufmerksamkeit, nicht die Qualität. Wählen Sie das Werk an der Spitze und dieses hier: Nennen Sie eine Sache, die ein Gemälde über seine handwerkliche Meisterschaft hinaus berühmt machen könnte.

    Über dieses Kunstwerk

    Dugout — John Singer Sargent

    Die Entstehung eines Augenblicks: John Singer Sargents “Dugout”

    John Singer Sargents “Dugout”, geschaffen im Jahr 1918, ist weit mehr als nur eine Landschaftsdarstellung. Es ist ein eingefangener Moment der Abenteuerlust und des menschlichen Verhältnisses zur rauen, unversöhnlichen Wüste. Die Malerei, entstanden inmitten des Ersten Weltkriegs, erzählt von einer Zeit der Unsicherheit und des Bedürfnisses nach Schutz – sowohl physisch als auch psychisch. Sargent, ein Meister der Beobachtung und des schnellen Pinselstrichs, hat hier eine Szene geschaffen, die gleichzeitig vertraut und fremd wirkt. Die Wahl des Jahrjahres 1918 ist bedeutsam: Sargent verbrachte seine letzten Lebensjahren in England, doch er kehrte immer wieder nach Amerika zurück und schuf Werke, die von seinen vielfältigen Erfahrungen zeugen. “Dugout” ist ein Beweis für diese globale Perspektive.

    (Bildquelle: Artvee)

    Impressionismus im Ton – Die Technik und der Spiel mit Licht

    Als Vertreter des Impressionismus zeichnet sich Sargent’s “Dugout” durch seine flüchtige, atmosphärische Darstellung aus. Er verzichtet auf detaillierte Konturen und stattdessen auf die reine Wiedergabe von Licht und Farbe. Die Verwendung von Wasserfarben verleiht dem Bild eine besondere Transparenz und Lebendigkeit – die Farben scheinen fast zu pulsieren. Sargent beherrschte die Technik des “alla prima” Malens, d.h., er vollendete das Gemälde in einer einzigen Sitzung, ohne vorherige Skizzen oder Vorzeichnungen. Dies trug maßgeblich zur Spontaneität und Dynamik des Bildes bei. Die weichen Pinselstriche und die subtilen Farbunterschiede schaffen eine beeindruckende Illusion von Tiefe und Bewegung. Besonders hervorzuheben ist die Art und Weise, wie Sargent das Sonnenlicht einfängt – es scheint durch die Staubpartikel in der Luft zu tanzen und den gesamten Raum mit einem warmen, goldenen Schimmer zu überziehen.

    Symbolik der Wildnis: Die Elemente des Bildes

    Die Komposition von “Dugout” ist reich an Symbolik. Der improvisierte Unterschlupf, ein provisorisches “Dugout”, steht für die Notwendigkeit von Schutz und Anpassung in einer feindlichen Umgebung. Die wenigen Personen im Bild – ein Pferd, eine Stube, ein Stuhl – deuten auf das Leben der Reisenden hin, die sich in dieser kargen Landschaft aufhalten. Das Pferd symbolisiert Reise und Überwindung, während die einfache Hütte den Wunsch nach Geborgenheit und Ruhe verkörpert. Die Weite des Horizonts und die unversöhnliche Natur der Wüste erinnern an die menschliche Existenz – eine Suche nach Sinn und Bedeutung in einer oft chaotischen Welt. Die Szene ist ein Spiegelbild der menschlichen Sehnsucht nach Abenteuer, aber auch der Erkenntnis, dass die Natur letztendlich immer mächtiger ist als wir.

    Ein Meisterwerk im Dienste der Erinnerung: Der historische Kontext

    “Dugout” wurde in einer Zeit geschaffen, die von großen Umbrüchen und Konflikten geprägt war. Der Erste Weltkrieg hatte Europa erschüttert, und die Welt veränderte sich rasant. Sargent selbst lebte in einer Übergangszeit, der Spätphase seines Lebens, als er zunehmend von seiner amerikanischen Heimat und seinen Wurzeln beeinflusst wurde. Die Malerei kann als Ausdruck dieser inneren Zerrissenheit gelesen werden – zwischen der europäischen Kultur, in der er seine künstlerische Ausbildung erhielt, und der amerikanischen Identität, die er immer mehr schätzte. “Dugout” ist somit nicht nur ein Landschaftsgemälde, sondern auch eine Reflexion über das Leben, die Reise und die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt. Die Qualität des Werkes, gepaart mit der historischen Bedeutung, macht es zu einem wichtigen Bestandteil von Sargents Gesamtwerk.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    John Singer Sargent

    Geboren in Florenz, Italien

    Frühes Leben, Familie und Ausbildung

    Geboren am 12. Januar 1856 in Florenz, Italien, trat John Singer Sargent in eine Welt ein, die maßgeblich durch die ständige Bewegung seiner amerikanischen Expatriate-Eltern, FitzWilliam und Mary Newbold Sargent, geprägt war. Sein Vater hatte zuvor zwischen 1844 und 1854 als Augenchirurg am Wills Eye Hospital in Philadelphia gewirkt. Dieser medizinische Hintergrund bot ein stabiles, wenn auch vorübergehendes Fundament, bevor das Leben der Familie durch die kosmopolitischen Rhythmen Europas definiert wurde. Das häusliche Umfeld war von künstlerischer Neigung geprägt; seine Schwester Mary wurde 1857 geboren, und seine Schwester Emily sollte sich später als begabte Malerin etablieren. Diese frühen Jahre waren weniger von einem festen Wohnsitz als vielmehr von einem tiefen Eintauchen in die visuellen Traditionen des Kontinents geprägt.

    Seine formale Ausbildung folgte einem Pfad durch die bedeutendsten Zentren der europäischen Kunst, wobei sich seine Ausbildung über Florenz, Paris und London erstreckte. In Paris trat er in das Atelier von Carolus-Duran ein – eine Mentorschaft, die seinen technischen Ansatz grundlegend prägen sollte. Diese Phase des Studiums war entscheidend für die Verfeinerung jener Beobachtungsgabe, die seine frühe Entwicklung charakterisierte. Anstatt einem starren, akademischen Pfad zu folgen, glich seine Ausbildung einer Abfolge direkter Begegnungen mit den Meistern und den spezifischen Methoden der Pariser Ateliers. Aus diesen Studien ging er mit einer technischen Brillanz hervor, die es ihm ermöglichte, mühelos zwischen den strukturierten Anforderungen der Porträtmalerei und den spontaneren Bedürfnissen seiner späteren Studien zu wechseln.

    Die Pariser Jahre und der künstlerische Skandal

    Im Jahr 1874, im Alter von achtzehn Jahren, trat Sargent in das Pariser Atelier von Carolus-Duran ein. Diese Mentorschaft sollte sich als transformativ erweisen, da der Fokus auf der direkten Malweise – dem unmittelbaren Auftrag der Farbe auf die Leinwand – seine technische Versiertheit schärfte und ihm die Fähigkeit verlieh, Ähnlichkeiten mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit einzufangen. Um sein Können weiter zu perfektionieren, schrieb er sich an der École des Beaux-Arts ein, wo er durch das Studium von Aktmodellen und Gipsabgüssen sein Fundament festigte. In diesen prägenden Jahren begann er, sich in den Kreisen der städtischen Elite zu etablieren, während er sich geschickt durch die sozialen und künstlerischen Hierarchien der französischen Hauptstadt bewegte.

    Sein Aufstieg zum führenden Porträtmaler der Gesellschaft wurde jedoch durch eine plötzliche, heftige Kontroverse jäh unterbrochen. Die Enthüllung von Madame X (Porträt von Madame Pierre Gautreau) auf dem Salon von 1884 entfachte einen Skandal, der seine aufstrebende Karriere ernsthaft zu gefährden drohte. Die kühne Darstellung der Gesellschaftsdame – bemerkenswert durch ihren blassen Teint und ihre suggestive Pose – wurde von der Pariser Gesellschaft als provokativ empfunden. Obwohl er später den Träger ihres Kleides übermalte, waren die sozialen Auswirkungen immens. Dieser Skandal zwang ihn letztlich dazu, Paris zu verlassen und nach England zurückzukehren, auf der Suche nach einem Publikum, das seine Talente mit mehr Offenheit aufnahm.

    Erfolg in London und die Kunst des Porträts

    Der Skandal in Paris löste eine tiefgreifende Veränderung in seinem Lebensweg aus und führte ihn im Jahr 1886 nach London. Dieser Umzug erwies sich als entscheidender Wendepunkt, da er sich von einer kontroversen Figur zu dem führenden Porträtmaler seiner Generation wandelte. John Singer Sargent besaß ein seltenes Maß an professioneller Unabhängigkeit; er konnte selbst entscheiden, welche Aufträge er annahm, und setzte für seine Werke sehr hohe Preise fest. Diese Autonomie ermöglichte es ihm, sich mit einer Souveränität durch die höchsten Kreise der Gesellschaft zu bewegen, die kaum ein Zeitgenosse von ihm erreichen konnte.

    Seine Motive waren die Architekten ihrer Ära, die Bandbreite reichte von der gesellschaftlichen Elite bis hin zu prominenten politischen Persönlichkeiten. Unter den zahlreichen Berühmtheiten, die sich vor sein Modell hielten, befand sich auch der ehemalige Präsident Theodore Roosevelt. Dabei hielt er nicht bloß ein Ähnlichkeitsbild fest; er fing die soziale Dynamik und den Prunk der edwardianischen Ära ein. Seine Fähigkeit, das Wesen und den Charakter seiner Dargestellten zu dokumentieren, machte ihn zu einer gefragten Größe für all jene, die ihren Platz in der visuellen Geschichte dieser Epoche sichern wollten.

    The Wyndham Sisters (1899)

    The Misses Hunter (1902)

    Henry James (1913)

    John D. Rockefeller (1917)

    Technik und künstlerischer Stil

    Sargents Herangehensweise an die Leinwand war geprägt von einer bemerkenswerten technischen Versiertheit, insbesondere seiner Fähigkeit, mit dem Pinsel zu zeichnen. Unter der Mentorschaft von Carolus-Duran verschrieb er sich dem Prinzip der Direkmalerei – einer Methode, die die unmittelbare Anwendung von Pigmenten über die Sicherheit vorläufiger Skizzen stellte. Diese Ausbildung ermutigte ihn dazu, das Wesen eines Motivs durch spontane, entschlossene Bewegungen einzufangen. Seine Technik bestand oft darin, Farbtöne in diskreten, mosaikartigen Flächen vorzutragen, die er später miteinander verschmolz, um ein Gefühl von Tiefe und Form zu erzeugen. Ein solcher Prozess ermöglichte eine gewisse Fließfähigkeit, die zu einem Markenzeichen seiner Handschrift wurde.

    Sein Schaffen spiegelte eine duale Natur seines künstlerischen Temperaments wider. In seinen Auftragsporträts hielt er sich an den „Grand Manner“ und begegnete den Erwartungen seiner hochklassigen Gesellschaftskreise mit Eleganz und Haltung. Seine informellen Studien und Landschaftsgemälde hingegen offenbarten eine ganz andere Neigung. In diesen Werken zeigte er eine Vertrautheit mit dem Impressionismus, indem er lockere Pinselstriche einsetzte, um die flüchtigen Qualitäten des Lichts einzufangen. Diese Vielseitigkeit erlaubte es ihm, mühelos zwischen den strukturierten Anforderungen der formellen Porträtmalerei und den expressiveren, atmosphärischen Bedürfnissen der Freilichtmalerei zu wechseln.

    El Jaleo

    Carnation, Lily, Lily, Rose

    Madame X

    Hauptwerke und künstlerische Bandbreite

    Das Werk von John Singer Sargent war von einer beeindruckenden Fülle geprägt und umfasst etwa 900 Ölgemälde sowie mehr als 2.000 Aquarelle. Seine Sujets folgten seinen Reisen um den gesamten Globus; er dokumentierte Landschaften und Gestalten von Venedig, dem Tirol, Korfu und Capri bis hin zum Nahen Osten, Spanien, Montana, Maine und Florida. Diese geografische Weite ermöglichte es ihm, mühelos zwischen den strengen Anforderungen der hochklassigen Gesellschaftsporträtmalerei und den spontanen Bedürfnissen der Freilichtmalerei zu wechseln. Während sein Ruf oft an die Eleganz seiner Porträtierten gebunden war, offenbaren seine Skizzen und Kohlezeichnungen ein rastloses, beobachtendes Auge, das stets nach dem Wesen eines Augenblicks suchte, anstatt nur eine bloße Ähnlichkeit einzufangen.

    Seine Fähigkeit, zwischen so unterschiedlichen Genres zu navigieren, zeigt sich eindrucksvoll im Kontrast seiner bekanntesten Sujets. Madame X bleibt ein zentrales Werk seiner frühen Karriere – ein Gemälde, das seine Präsenz in der Pariser Kunstszene maßgeblich definierte. Im Gegensatz dazu brachte sein späteres Interesse an der Naturwelt und informelleren Settings Werke wie Carnation, Lily, Lily, Rose hervor, eine zarte Darstellung zweier junger Mädchen in einem englischen Garten. Ebenso fesselte er die Energie der Bewegung in El Jaleo, einer kraftvollen Porträtierung spanischer Flamenco-Tänzer. Diese Werke zeugen von einer technischen Flexibilität, die es ihm erlaubte, nahtlos von den schweren, formalen Vorgaben eines Auftrags in die lichtdurchflutete Atmosphäre eines Gartens oder eines Tanzes überzugehen.

    1882: El Jaleo

    1885: Carnation, Lily, Lily, Rose

    Vermächtnis und bleibender Einfluss

    Bis zu seinem Tod am 15. April 1925 hatte das Werk von John Singer Sargent ein gewaltiges Ausmaß erreicht und umfasste etwa 900 Ölgemälde sowie über 2.000 Aquarelle. Seine technische Brillanz, insbesondere die außergewöhnliche Fähigkeit, mit dem Pinsel zu zeichnen, hinterließ tiefe Spuren bei nachfolgenden Generationen von Künstlern. Während ein Großteil seines Ruhmes auf den prestigeträchtigen Auftragsporträts der Edwardianischen Ära beruhte, erstreckte sich sein eigentlicher Einfluss weit über die sozialen Kreise hinaus – bis hin zur inneren Mechanik, mit der Licht und Atmosphäre auf der Leinwand eingefangen werden.

    Das Verständnis für seine künstlerische Bandbreite erlebte in den 1980er Jahren einen bedeutenden Wandel. Die Wiederentdeckung seiner zuvor übersehenen Aktstudien von Männern eröffnete einen weitaus komplexeren Blick auf seine künstlerischen Intentionen und löste die kunsthistorische Debatte aus den rein gesellschaftlichen Kontexten seiner Porträtmalerei heraus. Diese Erweiterung seines bekannten Œuvres offenbarte einen nuancierteren Künstler, dessen Interessen sich nicht nur auf die glitzernden Oberflächen des Gilded Age beschränkten. Seine Werke ziehen bis heute ein weltweites Publikum in ihren Bann und sind fester Bestandteil bedeutender Institutionen wie dem Metropolitan Museum of Art und der Tate Gallery.

    El Jaleo

    Carnation, Lily, Lily, Rose

    Madame X

    The Wyndham Sisters

    Museum

    Metropolitan Museum of Art

    Ausgestellt in New York, Vereinigte Staaten von Amerika

    Ursprung und Geschichte des Metropolitan Museum of Art

    Das Metropolitan Museum of Art nahm seinen Anfang mit einer Vision, die von einer Gruppe von Geschäftsleuten, Finanzierern sowie führenden Künstlern und Denkern getragen wurde. Nach seiner Gründung im Jahr 1870 suchte die Institution nach einem dauerhaften Heim, um ihre stetig wachsende Sammlung unterzubringen. Bevor das Museum seinen heutigen Standort bezog, war es kurzzeitig im Anwesen der Douglas Mansion in der West 14th Street untergebracht. Diese frühe Phase war eine Zeit der stillen Formierung, in der die Sammlung durch das unermüdliche Engagement ihrer Gründer allmählich Gestalt annahm.

    Im Jahr 1872 öffnete das Museum seine Pforten in der 681 Fifth Avenue. Der erste Standort war in seinem Ausmaß noch bescheiden und beherbergte weniger als 200 europäische Gemälde. Aus diesen bescheidenen Anfängen heraus ist die Institution über die Jahrzehnte hinweg enorm gewachsen und hat seit 1872 mehr als 1,5 Millionen Kunstwerke gesammelt. Die Präsenz dieser Objekte schafft eine greifbare Verbindung zu den Ambitionen des neunzehnten Jahrhunderts, als sich das Museum von einer kleinen Ansammlung von Gemälden zu einem gewaltigen Hort menschlicher Kreativität wandelte.

    Die Architektur des Standorts an der Fifth Avenue

    Das Hauptgebäude ist eine prachtvolle Verkörperung des Beaux-Arts-Stils, die zwischen 1902 und 1914 vollendet wurde. Kolossale Säulen rahmen den Eingang ein und schaffen ein Gefühl von Monumentalität, das direkt auf die Straße trifft. Dieses imposante Bauwerk wurde entworfen, um das Gefühl europäischer Paläste zu evozieren und inmitten der sich ständig wandelnden Metropole ein Gefühl von Beständigkeit zu vermitteln. Der Eingang lädt zu einem Übergang vom urbanen Treiben in lichtdurchflutete, hoch aufragende Galerien ein.

    Innerhalb der heutigen Gebäudestruktur bleiben Spuren einer früheren Ära erhalten. Das ursprüngliche Gebäude an der Fifth Avenue, entworfen von Calvert Vaux und Jacob Wrey Mould, zeichnete sich durch eine Fassade aus rotem Backstein aus. Obwohl ein Großteil des ursprünglichen Entwurfs durch spätere Erweiterungen absorbiert wurde, ist die Westfassade dieses Gebäudes noch heute im Robert Lehman Wing sichtbar. Dieses Fragment bietet eine stille Verbindung zur früheren architektonischen Identität des Museums.

    Vielfältige Sammlungen über fünf Jahrtausende hinweg

    Das Gewicht von fünftausend Jahren menschlicher Kreativität ruht in diesen Mauern, zum Ausdruck gebracht durch über zwei Millionen Kunstobjekte. Das Ausmaß dieser Ansammlung ermöglicht eine stille Begegnung mit der fernen Vergangenheit. Man findet die Sammlung für griechische und römische Kunst mit 30.000 Werken, in der der Marmor-Kouros in der Galerie 154 alle Blicke auf sich zieht. Diese lebensgroße Figur aus dem sechsten Jahrhundert v. Chr. wiegt eine Tonne und balanciert ihre immense Masse auf Beinen, die fast vollkommen gerade stehen.

    Die Breite der Bestände erstreckt sich bis in die Welten der afrikanischen, ozeanischen und amerikanischen Kunst und bietet eine Präsenz aus vielen verschiedenen Winkeln des Globus. Innerhalb der Cesnola Collection eröffnen etwa 35.000 zypriotische Kunstobjekte ein spezifisches Fenster in den Mittelmeerraum. Diese Stücke, die von Luigi Palma di Cesnola erworben wurden, stellen einen bedeutenden Teil der antiken Bestände der Institution dar.

    Blauglasierte, mit Lotus veredelte Flusspferd-Statuette, ca. 1961–1878 v. Chr.

    In Stein gehauene assyrische Reliefs

    Parthenon-Marmor

    Meisterwerke der ständigen Sammlung

    Die Präsenz der Parthenon-Marmore ermöglicht eine unmittelbare Begegnung mit der klassischen Antike. Ganz in der Nähe bietet eine blau glasierte, mit Lotusblüten verzierte Nilpferd-Statuette aus Ägypten, die etwa auf 1961–1878 v. Chr. datiert wird, ein völlig anderes Gefühl für Maßstab und Bestimmung. Diese Objekte existieren in einem Raum, der das gewaltige Gewicht von fünf Jahrtausenden in sich trägt.

    Die Moderne bricht mit der schieren physischen Wucht von Jackson Pollocks Autumn Rhythm (Number 30) hervor. Die Leinwand misst acht Fuß Höhe und siebzehn Fuß Länge und präsentiert ein Geflecht aus Farbtropfen, das die gesamte Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zieht. In anderen Winkeln bleibt die Intensität von Vincent Van Goghs Selbstbildnis mit Strohhut ein zentraler Anziehungspunkt, wo kontrollierte Pinselstriche die Augen umkreisen. Pablo Picassos Porträt von Gertrude Stein deutet bereits seine Entwicklung hin zum Kubismus an und fängt einen ganz spezifischen Moment innerhalb der amerikanischen Expat-Gemeinschaft in Paris ein.

    Autumn Rhythm (Number 30)

    Selbstbildnis mit Strohhut

    Gertrude Stein

    Bemerkenswerte Kunst und künstlerische Bewegungen

    Die Sammlung spiegelt das wechselvolle Empfinden verschiedener Epochen wider, von der formellen Eleganz des Gilded Age bis hin zu den komplexen Ausdrucksformen der Gegenwart. Während des Gilded Age orientierten sich viele Werke an der europäischen Kultur und Ästhetik und hielten so die sozialen Ambitionen einer neureichen Ära fest. John Singer Sargent’s Mr. and Mrs. I.N. Phelps Stokes ist ein Paradebeispiel für diese Periode; es demonstriert die technische Präzision und die soziale Präsenz, die von einem erfolgreichen Porträtmaler erwartet wurden. Das Gemälde fängt durch seine sorgfältige Komposition und die Aufmerksamkeit für den Charakter einen ganz spezifischen Moment des amerikanischen Lebens ein.

    Die Moderne und der zeitgenössische Ausdruck finden ihren Platz sowohl in den Galerien als auch an der Fassade des Gebäudes selbst. Das Museum würdigt zeitgenössische Persönlichkeiten wie Wangechi Mutu, deren humanoide Skulpturen Nischen an der Außenwand besetzen. Diese Werke schlagen eine Brücke zwischen der beständigen Architektur und dem sich ständig weiterentwickelnden Dialog der modernen Kunst. Die Präsenz solcher Figuren stellt sicher, dass die Institution fest mit der aktuellen künstlerischen Landschaft verwurzelt bleibt.

    Portrait of Jeanne Hebuterne, 1918 - Amedeo Clemente Modigliani

    Self-Portrait with a Straw Hat - Vincent Van Gogh

    Autumn Rhythm (Number 30) - Jackson Pollock

    Gertrude Stein - Pablo Picasso

    Kulturelle Ereignisse und gesellschaftliche Zusammenkünfte

    Die Institution fungiert als ein pulsierendes Zentrum für soziale und kulturelle Begegnungen, das die Brücke zwischen historischer Beständigkeit und dem rastlosen Rhythmus des Lebens in Manhattan schlägt. Jedes Jahr markiert der erste Montag im Mai die Met Gala – ein Ereignis, das weltweit als die bedeutendste Nacht der Modewelt gefeiert wird. In den prachtvollen Hallen des Museums kommen Designer und Stars zusammen, um einen Abend voller höchster Glamour-Ästhetik zu erleben, der die Grenzen zwischen Kunst und Gesellschaft verschwimmen lässt.

    Doch jenseits dieser singulären Spektakel bewahrt das Museum einen stetigen Rhythmus der Verbundenheit mit der Stadt. An Freitag- und Samstagabenden öffnen sich die Säle für die „Date Night at the Met“, die eine ganz andere, intimere Form der Auseinandersetzung mit den Sammlungen ermöglicht. Diese wiederkehrenden Programme stellen sicher, dass der Ort ein lebendiger Teil des lokalen sozialen Gefüges bleibt – ein Raum, der sich stetig zwischen der Intensität eines globalen Mode-Events und der sanften Stille eines Wochenendabends bewegt.

    Weiterführende Informationen finden Sie hier

    Online abrufbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für Dugout

    wahooart.com/de/art/download/john-singer-sargent-dugout-8BWSWK-de/

    Zitierhinweis für dieses Kunstwerk

    MLA
    Sargent, John Singer. Dugout. 1918, Metropolitan Museum of Art. https://wahooart.com/de/art/john-singer-sargent-dugout-8BWSWK-de/
    APA
    Sargent, John Singer (1918). Dugout [Painting]. Metropolitan Museum of Art. https://wahooart.com/de/art/john-singer-sargent-dugout-8BWSWK-de/
    Chicago
    John Singer Sargent. Dugout. 1918. Metropolitan Museum of Art. https://wahooart.com/de/art/john-singer-sargent-dugout-8BWSWK-de/
    Harvard
    Sargent, John Singer (1918) Dugout. Metropolitan Museum of Art. Available at: https://wahooart.com/de/art/john-singer-sargent-dugout-8BWSWK-de/

    Genau hinsehen

    Dugout — John Singer Sargent

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie begründen können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie lässt sich diese beschreiben?
    3. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: desert, landscape, tent. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf Karnation, Lilie, Lilie, Rose (1885), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    5. Impressionism: Painters working fast and outdoors to catch how light actually looked at one moment, rather than finishing smoothly in a studio. Wo lässt sich dies in diesem Werk erkennen?

    Ihre Antwort

    Verfassen Sie einen kurzen Text über dieses Kunstwerk. Nutzen Sie dazu die Informationen aus den vorherigen Abschnitten dieser Anleitung sowie Ihre oben stehenden Antworten.

    Kunst-Quiz

    Dugout — John Singer Sargent

    Wie gut kennen Sie dieses Kunstwerk?

    Wählen Sie jeweils eine Antwort für jede der 5 unten stehenden Fragen aus. Jede Frage hat genau eine richtige Antwort.

    1. 1. Welche Epoche repräsentiert hauptsächlich das Gemälde "Dugout" von John Singer Sargent?

      • A Romantik
      • B Impressionismus
      • C Barock
    2. 2. In welchem Jahr wurde das Gemälde "Dugout" von John Singer Sargent geschaffen?

      • A 1880
      • B 1918
      • C 1956
    3. 3. Welches Medium verwendete John Singer Sargent hauptsächlich für "Dugout"?

      • A Ölfarbe
      • B Pastellfarben
      • C Wasserfarben
    4. 4. Welche Landschaftselemente sind in "Dugout" erkennbar?

      • A Eine urbane Szene mit Gebäuden
      • B Eine Wüstenlandschaft mit Zelt und Behausung
      • C Eine maritime Szene mit Schiffen
    5. 5. Welche Stimmung vermittelt das Gemälde "Dugout"?

      • A Feierlichkeit und Pracht
      • B Abenteuerlust und Erkundungstrieb
      • C Melancholie und Einsamkeit

    Mein Ergebnis: ____ von 5

    Lösungsschlüssel — für die Lehrkraft

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    Fragen & Antworten

    Welche Farbe dominiert in "Dugout" von John Singer Sargent?

    Terrakotta (#995944) ist die dominierende Farbe von "Dugout" von John Singer Sargent.

    Wie intensiv sind die Farben in "Dugout" von John Singer Sargent?

    Die Farbsättigung von „Dugout“ ist Ausgewogen. Die Intensität beschreibt, wie kräftig die Farben wirken.

    Woher kommen die Besucher von "Dugout" von John Singer Sargent?

    Die Seite Besucherzahlen von "Dugout" von John Singer Sargent präsentiert öffentliche Besucherstatistiken: die monatlichen Aufrufe dieses Kunstwerks, einen Vergleich mit den meistbesuchten Werken des Künstlers sowie die Herkunft der Besucher.