Künstler/in
Geburtsort Tripoli, Libyen
Hiba Alansari: Sculpting Resilience Amidst Trauma
Hiba Alansari’s artistic journey began in Tripoli, Libya, where she was born in 1983. From a young age, her fascination with art blossomed amidst the complexities of her upbringing—a formative experience that would profoundly shape her creative vision. Her formal education commenced at the Adham Ismail and Walid Azzat Institute for Fine Arts in Damascus, Syria, between 2005 and 2008, laying the groundwork for her mastery of painting techniques. This initial foray into artistic exploration culminated in a Bachelor’s degree awarded in 2012 from the Academy of Fine Arts in Damascus—a testament to her dedication and talent.
Driven by an unwavering desire to refine her skills further, Alansari pursued postgraduate studies at Munich Academy of Fine Arts under Professor Gregor Schneider's guidance from 2014 onwards. Her focus on sculpture solidified her artistic identity, resulting in a Diploma earned in 2017—a culmination of intensive research and practical experimentation. Throughout her career, she has actively participated in numerous group exhibitions across Europe and the Middle East, notably including a prestigious appearance at the Venice Biennale in 2015, showcasing her commitment to engaging with contemporary artistic discourse. This Biennale presentation cemented her reputation as an artist tackling challenging subjects—primarily destruction, construction, and resistance against political violence—demonstrating a profound understanding of how art can confront societal issues.
Her solo exhibitions have garnered critical acclaim, highlighting her distinctive approach to artistic expression. ‘The Math Book,’ presented at Ashkal Alwan in Beirut, Lebanon (2017), explored themes of mathematical precision juxtaposed with emotive imagery—a stylistic hallmark that distinguishes her work. The piece’s deliberate use of geometric forms alongside emotionally charged visuals speaks volumes about Alansari's intention to communicate complex ideas through visual language. Similarly, Shedhalle, Rote Fabrik in Zurich, Switzerland (2019), showcased her sculptural installations, inviting viewers to contemplate the interplay between form and concept. These works exemplify her commitment to pushing boundaries within sculpture—challenging conventional notions of materiality and exploring how artistic forms can convey profound philosophical reflections.
Recognizing her exceptional talent, Alansari has received scholarships from Ettijahat – Independent Culture, The Goethe Institute, The Arab Fund for Arts and Culture (AFAC), and The Schafhof Artist-in-Residence Program—affirming her position as a rising star in the international art scene. Her artistic practice consistently confronts difficult subjects—primarily destruction, construction, and resistance against political violence. She utilizes fragmented materials to symbolize shattered narratives while simultaneously striving for structural integrity, reflecting a deliberate engagement with themes of trauma and resilience. Through her meticulous craftsmanship and conceptual depth, Hiba Alansari contributes significantly to the ongoing dialogue about artistic representation and its capacity to illuminate profound human experiences.
Her work is characterized by an exploration of vulnerability and strength—a duality that resonates throughout her oeuvre. Influenced by artists like Gregor Schneider, who emphasizes the importance of intellectual rigor alongside aesthetic beauty, Alansari’s sculptures grapple with weighty issues—often addressing political violence and trauma—while simultaneously striving for visual harmony. Exhibitions at institutions such as The Venice Biennale, MAC/VAL, and Fondation Beyeler underscore her commitment to engaging with broader artistic conversations and presenting her vision to a global audience. Her pieces are housed in collections spanning from the Louvre Museum to MoMA New York, solidifying her legacy as an artist who dares to confront uncomfortable truths through powerful artistic mediums.
Museum
Aktuell ausgestellt in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
Ein Leuchtturm der syrischen Realismus: Die Erkundung der Atassi Foundation für Kunst und Kultur in Dubai
Im pulsierenden kulturellen Gefüge Dubais erhebt sich die Atassi Foundation für Kunst und Kultur als eine einzigartige Institution – ein Beweis für künstlerische Widerstandsfähigkeit und die anhaltende Kraft des Realismus. Gegründet im Jahr 2016, verkörpert diese Stiftung nicht nur eine Sammlung zeitgenössischer Kunst, sondern auch eine tiefe Verwurzelung in der Tradition der syrischen Malerei und Skulptur. Mehr als ein reiner Museumsbereich ist sie ein Tor zu einer Welt von Perspektiven, die zum Nachdenken anregen und die Schönheit moderner und traditioneller Künste innerhalb der Vereinigten Arabischen Emirate würdigt. Die Stiftung trägt das Erbe der Atassi Gallery, die bereits ab 1986 als privater Kunstraum in Homs begann – ein entscheidender Knotenpunkt für syrische Künstler und Intellektuelle, bevor die turbulenten Ereignisse der letzten Jahre das Land erschütterten. Dieses Erbe verleiht der Stiftung eine kraftvolle Verbindung zur Vergangenheit und einen klaren Auftrag: Talent zu fördern, Dialoge anzuregen und das kulturelle Erbe zu bewahren.
Die Sammlung: Ein Spiegel syrischer Identität
Architektur und Atmosphäre: Ein Raum für Begegnung
Geschichte und Vision: Eine Brücke zwischen Tradition und Moderne
Die Sammlung: Ein Spiegel syrischer Identität
Das Herzstück der Atassi Foundation bildet eine bemerkenswert fokussierte Sammlung, die sich vor allem auf zeitgenössische Kunst aus Syrien konzentriert. Besucher werden mit einer vielfältigen Auswahl an Gemälden, Skulpturen und Installationen konfrontiert – jede einzelne ein Fenster zu den einzigartigen Perspektiven und Erfahrungen syrischer Künstler. Namen wie Monif Ajaj, dessen Landschaften von einer tiefen Melancholie durchzogen sind; Mohamad Khayata, der in seinen Porträts die Essenz menschlicher Emotionen einfängt; Elias Ayoub, der sich mit Erinnerungen auseinandersetzt; und Edward Shahda, dessen detailreiche Stillleben eine meditative Wirkung entfalten – all diese Künstler tragen dazu bei, ein facettenreiches Bild der syrischen Gegenwart zu zeichnen. Doch was diese Werke wirklich auszeichnet, ist ihre Hingabe an den Realismus. Es geht hier nicht nur um technische Perfektion, sondern um eine bewusste Rückkehr zu einer Tradition, die als Anker dient – inmitten von Unsicherheit und Verlust. Die Künstler nutzen akribische Details, meisterhafte Lichtführung und ein tiefes Verständnis für Texturen, um Werke zu schaffen, die den Betrachter emotional berühren und zum Nachdenken anregen.
Die Betonung des Realismus ist Ausdruck einer bewussten Entscheidung – eine Rückbesinnung auf eine Tradition, die als Fundament dient. Diese Künstler fangen nicht nur das, was sie sehen, sondern auch die emotionale Bedeutung, kulturelle Relevanz und die komplexen Facetten ihrer Motive ein. Aktuelle Ausstellungen wie “New Perspectives”, die diese vier bedeutenden syrischen Stimmen präsentiert, unterstreichen dieses Engagement.
Architektur und Atmosphäre: Ein Raum für Begegnung
Obwohl detaillierte Informationen über die architektonische Gestaltung des Museums noch nicht umfassend verfügbar sind, lässt sich davon ausgehen, dass der Raum sowohl modern als auch einladend gestaltet ist – ein Ort, der eine echte Auseinandersetzung mit Kunst ermöglicht. Das Design zielt darauf ab, eine immersive Umgebung zu schaffen, die die Sammlung ergänzt und ihre kontemplative Natur unterstützt. Die Anordnung legt Wert auf offene Räume, natürliche Beleuchtung und einen Sinn für Ruhe und Ehrfurcht – so dass Besucher sich voll und ganz den emotionalen Auswirkungen jedes einzelnen Kunstwerks hingeben können. Der Fokus liegt darauf, eine Atmosphäre zu schaffen, die zum Verweilen einlädt und das Eintauchen in die Welt der Kunst begünstigt.
Geschichte und Vision: Eine Brücke zwischen Tradition und Moderne
Die Atassi Foundation ist mehr als nur ein Museum; sie ist ein lebendiger kultureller Knotenpunkt. Sie arbeitet aktiv mit Organisationen wie Al Jumhuriya.net zusammen, die tiefere Einblicke in die Geschichten hinter den ausgestellten Kunstwerken und Künstlern bieten. Dieses Engagement für den Austausch geht über Ausstellungen hinaus und umfasst Online-Archive, Vorträge, Panels und Veröffentlichungen – alles darauf ausgerichtet, das internationale Bewusstsein zu erweitern und die syrische Künstlergemeinschaft zu unterstützen. Die Stiftung verfolgt eine langfristige Vision, indem sie Kapazitäten aufbaut und das kulturelle Erbe bewahrt. Die Gründung der Atassi Foundation ist ein logischer Schritt im weiteren Verlauf der Atassi Gallery, die seit 1986 als erste private Kunstgalerie in Homs fungiert.
Was die Atassi Foundation einzigartig macht
Die Atassi Foundation sticht durch ihre einzigartige Kombination aus einem Fokus auf zeitgenössische Kunst, insbesondere von syrischen Künstlern, und einer unerschütterlichen Verpflichtung zum Realismus als künstlerischer Stil hervor. Diese bewusste Ausrichtung schafft eine klare kuratorische Vision – eine, die Tradition ehrt und gleichzeitig Innovation fördert. Die Stiftung ist ein Ort, an dem Besucher nicht nur die Schönheit der repräsentativen Kunst schätzen können, sondern auch mit tiefgründigen Erzählungen in Berührung kommen, die aus der syrischen Geschichte und Erfahrung stammen. Sie ist ein Leuchtturm der kulturellen Bedeutung und künstlerischen Ausdruckskraft im Herzen Dubais.