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Leitfaden für studentische Kunstwerke

What Time Is It?

Name Klasse Datum

Cengiz Çekil, What Time Is It? (2008). Zur Referenz reproduziert; alle Rechte liegen beim Rechteinhaber.

Eckdaten

Künstler
Cengiz Çekil wahooart.com/de/artists/cengiz-cekil_de/
Lebensdaten des Künstlers
1945 – 2015
Gemalt
2008
Originalgröße
56 x 75 cm
Bewegung
Conceptual Art Work where the idea matters more than the object — sometimes there is barely an object at all.

Im Kontext

What Time Is It? — Cengiz Çekil

Wie groß ist es?

Das Original hat die Maße 56 × 75 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Entstehungsjahr

  1. 1940
  2. 1950
  3. 1960
  4. 1970
  5. 1980
  6. 1990
  7. 2000
  8. 2010

Schattiert: das Lebenswerk von Cengiz Çekil (1945–2015) ▲ dieses Werk, 2008

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Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

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Farbpalette

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Espresso #38352e

    Gespeicherte Palette

    • #38352E
    • #CBCAC2
    • #9C9382
    • #665F54
    Palette
    Neutrals Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Hauptfarbe
    Espresso
    Intensität
    Monochromatic Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Statement Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Strong Color Unity Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Bright Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Muted Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Über dieses Kunstwerk

    What Time Is It? — Cengiz Çekil

    Cengiz Çekil is one of the pioneers of contemporary art in Turkey. He became acquainted with conceptual art when he went to Paris on a state scholarship in the early 1970s. Having gone beyond conventional materials, he continued to produce works with everyday objects and found items, incorporating the concept of time and its social and political dimensions into his work until his passing in 2015. In Çekil’s installations, we often encounter wristwatches, table and wall clocks, and their internal mechanisms as the material of his work; however, this time the work is formulated around the repetition of the interrogative sentence “What Time Is It?”. Using screen-printing to reiterate this everyday question on the pages of newspapers, aligning it with the headlines, Çekil creates a record of the political history of Turkey. “What Time Is It?” invites the audience to contemplate the power of media to shape the times we live in. The work entered the Arter Collection after it was exhibited for the first time in the eponymous exhibition at the Yapı Kredi Kâzım Taşkent Art Gallery in 2008. In 2019, the work lent its name to a group exhibition at Arter and part of the series was displayed in the context of the inaugural programme of Arter’s new building in Dolapdere, connecting its two floors.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Cengiz Çekil

    Geboren in Bursa, Türkei

    Anselm Kiefer: Ein Bildhauer der deutschen Erinnerung

    Geboren am 8. März 1945 in Donaueschingen, Baden-Württemberg, sind das Leben und das Werk von Anselm Kiefer untrennbar mit der gewichtigen Geschichte seiner Nation verbunden. Aufgewachsen nahe dem Rhein im Schwarzwald, wurde er nach dem klassischen Maler Anselm Feuerbach benannt – eine bewusste Hommage, die sein lebenslanges Engagement mit der deutschen Kultur, dem Mythos und deren oft bewegter Vergangenheit vorwegnahm. Schon von Kindheit an sah Kiefer sich selbst als Künstler, ein Streben, das von einem tiefen Verantwortungsgefühl getragen wurde, den Komplexitäten der jüngeren deutschen Geschichte zu begegnen und sich mit deren Erbe auseinanderzusetzen.

    Kiefers künstlerischer Weg begann formal an der Universität Freiburg und später an der Karlsruher Akademie der Künste, doch sein prägendster Einfluss rührte von informellen Studien bei Joseph Beuys in Düsseldorf in den frühen 1970er Jahren her. Diese Periode erwies sich als entscheidend, da sie ihn mit einem radikalen Ansatz der Kunstschaffung konfrontierte, der Prozess und Material als integrale Bestandteile der Bedeutung priorisierte. Er verbrachte Jahre damit, mit verschiedenen Techniken zu experimentieren – Stroh, Asche, Ton, Blei, Schellack –, Materialien, die er später in seine monumentalen Werke integrieren sollte, um Texturen und Oberflächen zu schaffen, welche das Gewicht und die Dichte der Geschichte selbst widerspiegelten. Bevor er sich in Barjac in der Region Languedoc im Süden Frankreichs niederließ, verfeinerte Kiefer sein Handwerk in einer umgebauten Ziegelei in Buchen und jüngst in Paris, wodurch er sich als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Deutschlands etablierte.

    Die Last der Vergangenheit: Themen und Einflüsse

    Kiefers Werk ist zutiefst von einer Beschäftigung mit der deutschen Geschichte geprägt – nicht bloß durch das Erzählen von Ereignissen, sondern durch das Ausgraben ihrer emotionalen Resonanz. Er schöpft schwer aus Quellen wie den Wagner’schen Opernzyklen, Goethes Lyrik und der mythischen Figur des Barbarossa (Friedrich I.) und untersucht dabei, wie diese kulturellen Fixpunkte während der Propagandakampagnen des Dritten Reiches manipuliert und verzerrt wurden. Wie Andreas Huyssen 1992 beobachtete, funktionierte Kiefers Deutsche Identität in Amerika anders als in Deutschland; während Amerikaner ihn oft als einsamen Kämpfer gegen die Unterdrückung durch den deutschen Faschismus sahen, wurde sein Werk innerhalb Deutschlands als eine Konfrontation mit dem schwierigen Prozess der Vergangenheitsbewältigung wahrgenommen.

    Der Einfluss von Paul Celans Lyrik zeigt sich besonders deutlich in Kiefers Auseinandersetzung mit Trauma und Verlust. Seine fotografischen Selbstporträts aus dem Jahr 1969 mit dem Titel Besetzungen waren eine bewusst provokante Geste, in der er sich als paramilitärische Figur darstellte, die Hitler in verschiedenen Landschaften – vom Meer bis hin zu monumentalen Kulissen – nachahmte. Diese Serie war nicht nur ein Akt der Konfrontation, sondern vielschichtig mit komplexen Bedeutungen aufgeladen; ein Bild, das von hinten vor der Kulisse des Meeres fotografiert wurde, evoziert die Gemälde der romantischen Wanderer von Caspar David Friedrich und schafft so einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Geschichte und Erinnerung. Kiefers Ansatz ist fundamental in der Beschwörung, Inszenierung oder Ausgrabung der Geschichte verwurzelt – ein aktives Engagement statt passiver Beobachtung.

    Materialien als Gedächtnis: Technik und Prozess

    Kiefers künstlerischer Prozess zeichnet sich durch seine Physis und eine bewusste Langsamkeit aus. Er verwendet oft Techniken, die absichtlich mühsam erscheinen und so die beschwerliche Aufgabe widerspiegeln, einer schmerzhaften Vergangenheit zu begegnen. Häufig schichtet er Materialien wie Stroh, Asche und Ton auf, wodurch strukturierte Oberflächen entstehen, die an verbrannte Erde oder zerfallende Ruinen erinnern. Insbesondere die Verwendung von Blei trägt eine symbolische Last, da sie sowohl die zerstörerische Kraft des Krieges als auch die Bürde der Schuld repräsentiert. Kiefers Werke sind im konventionellen Sinne selten vollendet; sie bleiben oft unfertig und bewahren Spuren seines Prozesses – Kratzer, Flecken und Unvollkommenheiten –, die dazu dienen, den fortwährenden Charakter historischer Forschung zu betonen.

    Hauptwerke und Vermächtnis

    Zu Kiefers bedeutendsten Werken gehören Margarete, inspiriert von Celans Gedicht „Todesfuge“, eine eindringliche Erkundung von Tod und Erinnerung; Thetha, eine massive, erdbedeckte Leinwand, die die Verwüstung des Krieges heraufbeschwört; sowie seine zahlreichen Gemälde, die historische Figuren und Ereignisse darstellen. Sein Werk wurde weltweit umfassend ausgestellt, was ihm große kritische Anerkennung einbrachte und ihn als führende Figur des Neo-Expressionismus etablierte. Kiefers Bereitschaft, sich mit Tabuthemen wie dem Holocaust, dem deutschen Nationalismus und den Komplexitäten nationaler Identität auseinanderzusetzen, hat ihn zu einem der wichtigsten Künstler seiner Generation gemacht und die Betrachter dazu bewegt, sich unangenehmen Wahrheiten über ihre eigenen Geschichten und Kulturen zu stellen. Er arbeitet auch heute noch und prägt unser Verständnis der deutschen Vergangenheit und deren fortwährende Relevanz in der Gegenwart.

    Weitere Lesetipps

    Online verfügbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für What Time Is It?

    wahooart.com/de/art/download/cengiz-cekil-what-time-is-it-D7DPGB-en/

    Zitierweise für dieses Kunstwerk

    MLA
    Çekil, Cengiz. What Time Is It?. 2008, https://wahooart.com/de/art/cengiz-cekil-what-time-is-it-D7DPGB-en/
    APA
    Çekil, Cengiz (2008). What Time Is It? [Painting]. https://wahooart.com/de/art/cengiz-cekil-what-time-is-it-D7DPGB-en/
    Chicago
    Cengiz Çekil. What Time Is It?. 2008. https://wahooart.com/de/art/cengiz-cekil-what-time-is-it-D7DPGB-en/
    Harvard
    Çekil, Cengiz (2008) What Time Is It?. Available at: https://wahooart.com/de/art/cengiz-cekil-what-time-is-it-D7DPGB-en/

    Genau hinsehen

    What Time Is It? — Cengiz Çekil

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie erklären können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie sieht diese Stimmung aus?
    3. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: time & politics, media critique, turkish history. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf Clandestine Light (2010), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    5. Conceptual Art: Work where the idea matters more than the object — sometimes there is barely an object at all. Wo lässt sich dies in diesem Werk erkennen?

    Ihre Antwort

    Schreiben Sie einen kurzen Absatz über dieses Kunstwerk. Verwenden Sie dazu die Informationen aus den vorherigen Abschnitten dieser Anleitung sowie Ihre oben stehenden Antworten.